Modell wählen oder eigene Werte eingeben, AC oder DC wählen und einen Ladebereich festlegen — für die reale Ladezeit inklusive der DC-Ladekurve, die die meisten Rechner ignorieren.
AC-Laden (Wallbox zu Hause oder öffentlicher Typ-2-Punkt) verläuft nahezu linear: Das Auto zieht die ganze Zeit eine konstante Leistung, begrenzt durch den langsameren von beiden — den Onboard-Lader oder die Station. Die meisten E-Autos begrenzen AC-Laden auf 11 kW, egal was die Wallbox liefern könnte — ein Wallbox-Upgrade allein bringt daher selten etwas.
DC-Schnellladen funktioniert anders. Die Leistung steigt bei niedrigem Ladestand schnell an, hält sich in der Mitte nahe am Maximum und fällt oberhalb von etwa 70-80 % Ladestand deutlich ab, um die Batterie zu schonen. Deshalb können die letzten 20 % einer DC-Ladung so lange dauern wie die ersten 50 % — und Energie durch Spitzenleistung zu teilen unterschätzt die reale Zeit immer.
Um die Batteriegesundheit und Lebensdauer zu schützen, drosseln E-Autos die Ladeleistung bewusst, sobald die Batterie sich füllt — meist ab etwa 70-80 % Ladestand. Oberhalb dieses Punkts nähert sich die Zellspannung ihrem Limit, weshalb das Auto den Strom deutlich reduziert. Deshalb werden die meisten Schnellladestopps für den Bereich 10-80 % statt 0-100 % geplant.
Die Ladegeschwindigkeit richtet sich nach dem langsameren von beiden — Auto oder Station. Jedes E-Auto hat eine maximale Onboard-AC-Ladeleistung und eine maximale DC-Spitzenleistung, beide durch die Hardware festgelegt. Eine leistungsstärkere Station als das Auto verträgt, ändert nichts: Das Auto zieht einfach nicht mehr als sein eigenes Limit.
Beim AC-Laden wandelt der Onboard-Lader des Autos den Strom in Gleichstrom um, was die Leistung auf ein relativ niedriges Niveau begrenzt (oft 7,4-22 kW) — ideal zum Laden über Nacht zu Hause. DC-Schnellladen liefert bereits umgewandelten Gleichstrom direkt an die Batterie mit deutlich höherer Leistung (50-350 kW), was ein Laden in Minuten ermöglicht, allerdings mit der oben beschriebenen Ladekurve.