Executive

9 generations

1968 → 2004

Toyota Mark II – Technische Daten & Generationen

Der Toyota Mark II war ein Mittelklasse-Modell, das ausschließlich für den japanischen Binnenmarkt und ausgewählte asiatische Märkte konzipiert wurde. Zwischen 1968 und 2004 entstanden neun Generationen mit insgesamt 166 dokumentierten Varianten in der Automobilisto-Datenbank. In Deutschland wurde der Mark II nie offiziell verkauft; hierzulande bekannte Exemplare stammen nahezu ausnahmslos aus JDM-Importen, die seit den 1990er-Jahren über Spezialhändler ins Land kamen. Die Karosserieformen umfassten Limousine, Coupé, Kombi und in der ersten Generation sogar einen Pickup.

Discontinued 2004Updated 2026-08-04166 variants documented0 archive brochures
Toyota Mark II 9 generation
2000 - 2004
9 generation
Toyota Mark II 8 generation
1996 - 2002
8 generation
Toyota Mark II 7 generation
1992 - 1996
7 generation
Toyota Mark II 6 generation
1988 - 1996
6 generation
Toyota Mark II 5 generation
1984 - 1997
5 generation
Toyota Mark II 4 generation
1980 - 1984
4 generation
Toyota Mark II 3 generation
1976 - 1980
3 generation
Toyota Mark II 2 generation
1972 - 1976
2 generation
Toyota Mark II 1 generation
1968 - 1971
1 generation
Yauheni Kapliarchuk
Last technical audit 2026-08-04 · two-source verified against Automobilisto catalog database.
First year1968
Final year2004
Generations9
Final chassis
Body types6Estate 5-door · Sedan · Sedan Hardtop · Coupe Hardtop · Coupe · Pickup single-cab

Generation picker

Open any chassis code for its dedicated generation reference

Current9 generation 2000 — 2004
Estate 5-doorSedan

Die neunte Generation (2000–2004) endete mit zwölf Varianten zwischen 160 und 280 PS. Nur noch Benziner, kein Diesel mehr. Der 1JZ-GTE blieb bis zuletzt lieferbar; die Basisleistung stieg auf 160 PS, was das Ende der schwachmotorisierten Flottenvarianten markierte.

Variants2
8 generation 1996 — 2002
SedanEstate 5-door

Generation acht (1996–2002) bot 17 Varianten mit 97 bis 280 PS. Technisch evolutionär: weiterhin Hinterradantrieb, 1JZ-GTE unverändert bei 280 PS. Neu war die VVT-i-Ventilsteuerung bei Saugmotoren, die Effizienz und Drehfreude verbesserte – für JDM-Importeure in Deutschland ein begehrtes Merkmal.

Variants2
7 generation 1992 — 1996
Sedan

Die siebte Generation (1992–1996) umfasste 13 Varianten mit 97 bis 280 PS. Technisch parallel zur sechsten entwickelt, aber mit modernerer Karosserie. Nur noch Limousine; der 1JZ-GTE blieb mit 280 PS die Topvariante, während Basismotorisierungen auf 2,0-Liter-Vierzylinder schrumpften.

Variants1
6 generation 1988 — 1996
SedanSedan Hardtop

Generation sechs (1988–1996) brachte den Leistungssprung: 31 Varianten von 85 bis 280 PS. Erstmals 1JZ-GTE-Reihensechszylinder mit Turbolader, der die sportliche Tourer-V-Variante auf 280 PS katapultierte – eine Leistung, die in Deutschland erst Jahre später in der Mittelklasse Standard wurde.

Variants2
5 generation 1984 — 1997
Sedan HardtopSedanEstate 5-door

Die fünfte Generation (1984–1997) lief außergewöhnlich lange: 20 Varianten mit 83 bis 135 PS. Technisch konservativ, aber solide – Hinterradantrieb, bewährte M-Sechszylinder und 2L-Diesel. Die lange Produktionszeit erklärt sich durch parallele Fertigung zur sechsten Generation ab 1988.

Variants3
4 generation 1980 — 1984
Estate 5-doorSedan HardtopSedan

Generation vier (1980–1984) markierte den Diesel-Einstieg: 30 Varianten mit 72 bis 145 PS, darunter der 2L-Vierzylinder-Diesel. Die Benziner reichten nun von 1,8 bis 2,8 Liter Hubraum; das Angebot umfasste erstmals Sedan-Hardtop-Varianten neben klassischen Limousinen.

Variants3
3 generation 1976 — 1980
Estate 5-doorCoupe HardtopSedan

Die dritte Generation (1976–1980) brachte 22 Varianten mit 100 bis 135 PS. Technisch bedeutsam: Einführung von Reihensechszylindern der M-Baureihe, die das Leistungsspektrum nach oben erweiterten und den Mark II erstmals in Richtung sportliche Mittelklasse positionierten.

Variants3
2 generation 1972 — 1976
Estate 5-doorCoupe HardtopSedan

Generation zwei (1972–1976) umfasste neun Varianten mit 105 bis 122 PS. Erstmals erschien die Hardtop-Coupé-Karosserie; der Pickup entfiel. Die Motorenpalette blieb auf Reihenvierzylinder beschränkt, während die Aufhängung vorn auf MacPherson-Federbeine wechselte.

Variants3
1 generation 1968 — 1971
CoupeSedanPickup single-cabEstate 5-door

Die erste Generation (1968–1971) bot zwölf Varianten mit Vierzylinder-Benzinern zwischen 74 und 105 PS. Technisch basierte sie auf der Corona-Plattform, nutzte aber längere Radstände und Hinterradantrieb – ein Layout, das alle Mark-II-Generationen prägen sollte.

Variants4

Full powertrain matrix (JZX110, GX110, GX115, JZX115, 2004)

Every engine × drivetrain combination currently available in the German market

Loading variants…

Generation lineage

Each generation at a glance, oldest to newest

RT701 gen.1968 — 19714 variants
RX16V2 gen.1972 — 19763 variants
MX303 gen.1976 — 19803 variants
44 gen.1980 — 19843 variants
GX715 gen.1984 — 19973 variants
GX816 gen.1988 — 19962 variants
GX907 gen.1992 — 19961 variants
88 gen.1996 — 20022 variants
99 gen.2000 — 20042 variants

How the model evolved

Über 36 Jahre entwickelte sich der Mark II vom Corona-Ableger zur eigenständigen Mittelklasse-Baureihe mit sportlichem Anspruch. Die ersten drei Generationen (1968–1980) etablierten das Konzept: Hinterradantrieb, längere Radstände als Corona, zunehmend stärkere Reihensechszylinder. Ab der vierten Generation (1980) kamen Diesel hinzu, die jedoch nie das Verkaufsvolumen der Benziner erreichten. Der eigentliche Wendepunkt war Generation sechs (1988): Der turbogeladene 1JZ-GTE mit 280 PS machte den Mark II zum ernstzunehmenden Sportler, der in Japan gegen Nissan Laurel und Mazda Luce antrat. Diese Leistungsspitze hielt Toyota bis zur letzten Generation 2004 durch – bemerkenswert für eine Mittelklasse-Limousine. Parallel dazu schrumpfte das Karosserieangebot: Pickup und Coupé verschwanden früh, Kombi und Hardtop-Varianten endeten in den 1990ern. Die letzten beiden Generationen konzentrierten sich auf Limousine und Kombi mit Fokus auf die leistungsstarken Versionen. Technisch blieb Toyota dem Hinterradantrieb treu – eine Seltenheit in der japanischen Mittelklasse, wo Frontantrieb längst Standard war. Die Motorenpalette dokumentiert den Wandel: von 72 PS Diesel-Einstieg (Generation vier) bis zur konstanten 280-PS-Marke ab 1988, die durch japanische Gentlemen's Agreement festgelegt war. Insgesamt 166 Varianten über neun Generationen belegen die Modellvielfalt, die Toyota für den heimischen Markt pflegte.

Market context

Der Mark II war ein reines JDM-Modell ohne europäische Marktpräsenz. In Deutschland existieren ausschließlich Reimporte, die seit Mitte der 1990er Jahre über Spezialhändler kamen – vorwiegend die turbogeladenen Tourer-V-Varianten der Generationen sechs bis neun. Für diese Fahrzeuge gelten besondere TÜV-Anforderungen (Einzelabnahme, Lichtanpassung, Geschwindigkeitstacho). Die Kfz-Steuer richtet sich nach Hubraum und Schadstoffklasse; die meisten Importfahrzeuge erreichen maximal Euro 2. Ersatzteilversorgung erfolgt über JDM-Importeure oder internationale Versender.

Frequently asked questions about Mark II

Wurde der Toyota Mark II offiziell in Deutschland verkauft?

Nein, der Mark II war ein reines JDM-Modell für Japan und ausgewählte asiatische Märkte. In Deutschland bekannte Exemplare sind ausnahmslos Reimporte, die seit den 1990er-Jahren über Spezialhändler ins Land kamen.

Welche Generation des Mark II hatte die stärksten Motoren?

Ab der sechsten Generation (1988–1996) bot Toyota den turbogeladenen 1JZ-GTE mit 280 PS an. Diese Leistung blieb bis zur letzten Generation 2004 konstant und war durch das japanische Gentlemen's Agreement begrenzt.

Wie viele Generationen des Toyota Mark II gab es?

Toyota produzierte zwischen 1968 und 2004 neun Generationen des Mark II mit insgesamt 166 dokumentierten Varianten. Die Produktionszeit umfasste 36 Jahre, wobei einige Generationen parallel liefen.

Welche Antriebsart hatte der Toyota Mark II?

Alle neun Generationen des Mark II nutzten ausschließlich Hinterradantrieb – eine Seltenheit in der japanischen Mittelklasse, wo Frontantrieb ab den 1980er-Jahren Standard wurde. Dieses Layout teilte der Mark II mit sportlicheren Modellen wie dem Chaser.

Gab es den Toyota Mark II auch als Diesel?

Ja, ab der vierten Generation (1980–1984) bot Toyota Dieselvarianten mit dem 2L-Vierzylinder an. Die Diesel-Motorisierungen blieben bis zur achten Generation (1996–2002) im Programm, erreichten jedoch nie die Verkaufszahlen der Benziner.