Der Motor bekommt auf Bank 1 im Verhältnis zum Kraftstoff zu viel Luft — das Steuergerät fettet das Gemisch bereits an (positive Gemischanpassung), erreicht aber trotzdem nicht den korrekten Wert. Ein dauerhaft mageres Gemisch läuft heißer und kann auf Dauer den Katalysator oder sogar den Motor schädigen.
Symptome
- Unruhiger Leerlauf oder leichtes Schwanken der Drehzahl im Stand
- Zögern oder Leistungsmangel beim Beschleunigen
- Gelegentliche Zündaussetzer, besonders unter Last
- Leicht erhöhter Kraftstoffverbrauch trotz magerem Gemisch (das Steuergerät fettet zur Kompensation an)
Wahrscheinliche Ursachen
- Vakuumleck — gerissener Schlauch, verschlissene Ansaugdichtung oder lose Verbindung, die Falschluft ansaugt
- Verschmutzter oder defekter Luftmassenmesser (LMM), der die angesaugte Luftmenge zu niedrig meldet
- Schwache Kraftstoffpumpe oder verstopfter Kraftstofffilter, die nicht genug Druck liefern
- Verstopfte oder teilweise blockierte Einspritzdüse auf Bank 1
So diagnostizierst du ihn
- Kurz- und Langzeit-Gemischanpassung mit einem Diagnosegerät prüfen — Werte dauerhaft über +10% bestätigen ein zu mageres Gemisch
- Bei laufendem Leerlauf etwas Bremsenreiniger um Ansaugschläuche/-dichtungen sprühen und auf Drehzahländerung achten — das entlarvt ein Vakuumleck
- Kraftstoffdruck an der Rail gegen die Spezifikation prüfen und den Luftmassenmesser auf Verschmutzung oder Schäden untersuchen
Typische Reparaturen & Kosten
- Undichten Vakuumschlauch oder Ansaugdichtung reparieren oder ersetzen50–250 EUR
- Luftmassenmesser reinigen oder ersetzen60–220 EUR
- Kraftstofffilter erneuern, bei bestätigtem niedrigem Druck auch die Kraftstoffpumpe150–600 EUR
OBD-II-Diagnosegerät holen und selbst auslesen →Codenamen basieren auf offenen/standardisierten SAE- und ISO-Referenzen. Erklärungen, Symptome, Ursachen und Reparaturen sind Originaltexte. Abgedeckt sind nur generische (P0/C0/B0/U0) Codes — herstellerspezifische Codes sind für ein zukünftiges Update geplant.
AS
Geprüft von Artyom SemenovAutomotive Editor · Faktengeprüft von Yauheni Kapliarchuk, Chefredakteur