Holden – Technische Spezifikationen & Modellreihen

Karosserietyp
Getriebe
Motor
Antrieb
Lenkung
Anzahl der Türen
Hubraum
von
bis
Leistung

PS

PS

Beschleunigung

s

s

Baujahr
von
bis
Preis

$

$

Holden

Gründungsjahr
1856-11-15
Gründer
James Alexander Holden
Herkunftsland
Australia
Hauptsitz
Melbourne, Victoria
Konzern
General Motors
Modelle im Katalog
15
Jahresproduktion
~0.2 million vehicles

Holden war Australiens Herz. General Motors kaufte 1931 die Autofirma und machte sie zur lokalen Produktionsstätte — eine Entscheidung, die ein ganzes Land verändern sollte. Gegründet 1856 als Sattlerei in Südaustralien, wuchs das Unternehmen zu einer Automobilfabrik heran, die schließlich zum Symbol australischer Ingenieurskunst wurde. Aus bescheidenen Anfängen entstand eine Legende. Die erste Holden, der FX von 1948, rollte vom Band in Melbourne und zeigte der Welt, dass Australien Autos bauen konnte — moderne, zuverlässige, bezahlbare Fahrzeuge für normale Menschen.

Was Holden besonders machte? Die Marke verstand ihre Kunden. Während andere Hersteller europäische oder amerikanische Designs einfach importierten, entwickelte Holden Fahrzeuge speziell für australische Bedingungen — lange Strecken, raue Straßen, extremes Klima. Der Commodore wurde zur Institution, ein Auto, das jede australische Familie kannte. Über sieben Generationen hinweg dominierte dieser Mittelklassler den Markt, konkurrierte mit dem Ford Falcon und schrieb Motorsport-Geschichte in der V8 Supercar-Serie. Die Marke stand für Authentizität, nicht für Prestige — und genau das liebten die Australier.

Das Portfolio war vielfältig und praktisch. Limousinen wie der elegante Caprice boten Komfort für die gehobene Mittelklasse, während SUV-Modelle wie der robuste Jackaroo und der legendäre UTE echte Arbeitstiere waren. Der sportliche Monaro bewies, dass Holden auch Performance konnte. Auch kompakte Modelle wie der Barina und der Astra fanden ihre Zielgruppe. Eine Marke für jeden Australier. Das war Holdens Versprechen — und es funktionierte über Jahrzehnte hinweg.

Holden — Australiens Automobillegende

Alles begann mit einem Traum. 1856 gründete James Alexander Holden eine Sattlerei in Adelaide — nicht gerade der Anfang einer Automobilfabrik, aber die Grundlage für etwas Größeres. Sein Enkel, ebenfalls James, erkannte Anfang des 20. Jahrhunderts, dass die Zukunft nicht in Pferdesätteln lag, sondern in Motoren. Die Familie baute zunächst Karosserien für andere Hersteller, bevor sie 1931 den entscheidenden Schritt wagte: Holden Motors Limited fusionierte mit General Motors-Holden und wurde zur Herstellung kompletter Automobile berechtigt. Stellen Sie sich vor — ein kleines australisches Unternehmen, das plötzlich mit einem Weltkonzern verbunden war. Das war der Moment, in dem alles sich änderte.

Die frühen Jahre waren hart. 1948 rollte der erste Holden FJ vom Band — ein Auto, das speziell für australische Bedingungen konstruiert war. Robust, zuverlässig, für die Hitze und Staubstraßen des Outback gedacht. Aber anfangs waren die Verkäufe schleppend, die Produktion litt unter Materialmangel nach dem Krieg, und Konkurrenz aus Europa wurde stärker. Holden musste beweisen, dass es mehr war als nur eine lokale Montageanlage. Die Ingenieure arbeiteten fieberhaft an Verbesserungen. Schon bald merkten die Australier: Das ist unser Auto. Nicht importiert. Von uns gebaut.

Dann kam der Commodore. Alles änderte sich. 1978 präsentierte Holden die erste Generation — ein mittlerer Sedan basierend auf der Opel Rekord-Plattform, aber mit australischem Temperament. Der Motor war ordentlich, das Handling straßentauglich, der Preis konkurrenzfähig. Die Australier liebten ihn sofort. Hier war endlich ein Auto, das nicht nur funktionierte, sondern auch Spaß machte. Der Commodore wurde zum Inbegriff australischer Mobilität — nicht fancy wie europäische Limousinen, nicht spritfreudig wie amerikanische Barges, sondern irgendwo dazwischen. Perfekt für das Land. Die Verkaufszahlen explodierten. Plötzlich war Holden nicht nur relevant — Holden war Australien.

Die Erfolgsgeschichte setzte sich fort. Der Statesman brachte Luxus ins Portfolio, der Monaro wurde zur Performance-Ikone der 1960er und später zur modernen Muskelcar-Legende. Der UTE — die Kombination aus Pkw und Ladefläche — wurde zur kulturellen Institution. Motorsport? Holden dominierte die Bathurst 1000, eines der härtesten Autorennen der Welt. Zwischen den 1960ern und 1990ern war Holden praktisch unschlagbar auf der Rennstrecke. Das war nicht nur Marketing — das war Leidenschaft. Die Fabriken in Port Melbourne und Fishermens Bend liefen auf Hochtouren. Australien kaufte Holden, weil Holden Australien verstand.

Dann kam das Ende. Nicht dramatisch, sondern schleichend. Die Globalisierung, sinkende lokale Nachfrage, teurere Produktion in Australien — die Rechnung ging nicht mehr auf. 2017 produzierte Holden das letzte Auto in Australien. Punkt. Nach fast 70 Jahren Fertigung im Land war Schluss. Heute ist Holden eine Importmarke, vertreibt internationale Modelle wie den Barina und den Astra. Die goldene Ära ist vorbei. Aber die Erinnerung bleibt — an einen Hersteller, der bewies, dass Australien Autos bauen konnte, die die Welt respektiert. Erkunden Sie die moderne Elektro-Flotte und sehen Sie, wohin die Reise geht.

Das Erbe einer australischen Legende

Holden — das ist mehr als nur eine Automarke. Es war Australiens Antwort auf die Welt, der Beweis, dass man nicht immer amerikanische oder europäische Autos fahren musste, um stolz zu sein. Von den ersten Commodore-Generationen bis zu den modernen SUV-Modellen — Holden schrieb Automobilgeschichte im Outback. Die Marke verschwand 2017, aber das Gefühl bleibt. Jeder, der je einen Holden gefahren hat, weiß: Das war echte australische Ingenieurskunst. Heute interessieren sich Sammler weltweit für diese Modelle, suchen nach Elektroversionen und Klassiker gleichermaßen. Holden war nicht perfekt. Aber es war echt. Und das zählt.

Holden Modellkategorien

Technische Übersicht der Holden-Modelle

SegmentModelleLeistungAntriebAusstattung
Segment
Pickup single cab
Models Performance
200 - 367 PS
Drive
FWD, RWD
Features
Variable Valve Timing, Electronic Stability Control, Traction Control System
Segment
Limousine
Models Performance
122 - 320 PS
Drive
RWD, FWD
Features
Active Fuel Management, Magnetic Ride Control, Head-Up Display, Brembo Performance Brakes
Segment
Estate 5 door
Models Performance
126 - 306 PS
Drive
RWD, FWD
Features
All-Wheel Drive, Variable Valve Timing, Electronic Stability Control
Segment
Pickup double cab
Models Performance
110 - 215 PS
Drive
RWD
Features
4WD Hi-Lo Transfer Case, Electronic Locking Differential, Hill Descent Control
Segment
Compact van
Models Performance
147 PS
Drive
FWD
Features
FlexRide Suspension, Electronic Stability Program, Traction Control System
Segment
Cabrio
Models Performance
147 - 200 PS
Drive
FWD
Features
Electronic Soft Top, Electronic Stability Control, Variable Valve Timing
Segment
Hatchback 5 door
Models Performance
122 - 200 PS
Drive
FWD
Features
Variable Valve Timing, Electronic Stability Control, Traction Control System
Segment
Suv 5 doors
Models Performance
114 - 205 PS
Drive
4x4
Features
4WD Hi-Lo Transfer Case, Electronic Locking Differential, Hill Descent Control, Skid Plates
Segment
Mini 5 doors
Models Performance
90 - 125 PS
Drive
4x4, FWD
Features
Electronic Stability Control, Variable Valve Timing, Traction Control System
Segment
Coupé
Models Performance
233 - 408 PS
Drive
RWD
Features
Magnetic Ride Control, Brembo Performance Brakes, Limited Slip Differential, Launch Control

Häufig gestellte Fragen zur Holden

Wie viele Modelle hat Holden insgesamt?

Holden hat insgesamt über 15 verschiedene Modelle entwickelt. Das ist beachtlich für einen Hersteller, der sich auf den australischen Markt konzentrierte. Die Bandbreite ist beeindruckend — von der kompakten Barina bis zum kraftvollen UTE. Schau dir die Sedan-Modelle an. Oder die robusten SUV-Modelle wie der Jackaroo. Beeindruckend, wie vielfältig das Portfolio war.

Wann wurde Holden gegründet?

Das ist eine wilde Geschichte. Holden startete 1856 als Sattlerei in Adelaide — ja, Sattlerei, nicht Autofabrik. 1913 begannen sie, Karosserien zu bauen. Dann 1931 kam General Motors und alles änderte sich. Holden wurde zur australischen Antwort auf amerikanische Massenproduktion. Von 1931 bis 2017 — über 86 Jahre — bauten sie Autos speziell für den australischen Markt. Das ist nicht einfach eine Marke. Das ist australische Identität. Und dann war es vorbei. General Motors zog sich 2017 zurück. Ende einer Ära.

Was war Holdens Signature-Technologie?

Holden war nicht bekannt für futuristische Technologie. Nein. Sie waren bekannt dafür, dass sie Autos bauten, die in Australien funktionieren. Das ist etwas anderes. Der Commodore war das Herzstück — mit großvolumigen V8-Motoren, verstärktem Fahrwerk für unbefestigte Straßen, Klimaanlage gegen die Hitze. Der Monaro zeigte, dass Holden auch Performance konnte. Aber die echte Signatur? Zuverlässigkeit. Robustheit. Autos, die nicht in der Wüste sterben. Das war Holdens Geheimnis.

Hatte Holden Elektrofahrzeuge?

Kurze Antwort: Nein. Holden kam nie ins Elektro-Zeitalter. Das ist tragisch, wenn man drüber nachdenkt. General Motors stoppte die Produktion 2017 — genau in dem Moment, als Elektrofahrzeuge durchstarten sollten. Kein Holden-Elektroautos. Keine Zukunftsstrategie. Stattdessen endete eine 86-jährige Geschichte mit klassischen V8-Motoren und Verbrennern. Was hätte sein können? Wir werden es nie erfahren. Holden hätte eine echte australische EV-Marke sein können. Stattdessen ist es jetzt nur noch Geschichte.

Zuletzt aktualisiert

2026-02-20

Quelle

Holden (official), Australian Automotive Manufacturers Association, Wikipedia, National Museum of Australia, Australasian Society of Automotive Engineers

Alle technischen Daten stammen aus den offiziellen Herstellerangaben und werden regelmäßig aktualisiert.