VIN-Decoder · BMW
WBA am Anfang der Fahrgestellnummer heißt nicht „gebaut in Deutschland“. Ein X5 aus Spartanburg in South Carolina trägt genau dieses Kürzel, ebenso ein 320d aus San Luis Potosí oder ein Z4 aus Graz. Wo der Wagen wirklich vom Band lief, steht an Stelle 11. Der Decoder liest beides, meldet einen Widerspruch und prüft Stelle 9 – BMW berechnet die Prüfziffer auch für Europa.
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In einer BMW-FIN kommen I, O und Q nie vor. Die 0 an Stelle 10 eines europäischen BMW ist eine Ziffer Null – so lässt BMW das Modelljahr weg.
Die Stellen 1 bis 3 nennen die BMW-Gesellschaft, die die Nummer vergeben hat: WBA für Pkw der BMW AG, WBS für die BMW M GmbH, WBX und WB5 für SAVs, 5UX und 5YM für das Werk Spartanburg, 3MW und 3MF für San Luis Potosí. Die Stellen 4 bis 8 beschreiben Baureihe, Karosserie, Motor und Rückhaltesystem. Stelle 9 ist bei jedem geprüften BMW eine korrekt gerechnete Prüfziffer – vom 1988er E30 aus Frankreich bis zum 320d von 2024.
Danach trennen sich die Märkte. Ein US-BMW nennt sein Modelljahr an Stelle 10, R steht für 2024. Ein europäischer BMW hat dort eine 0. Sie kaufen einen gebrauchten 5er beim Händler? Dann zählt das Erstzulassungsdatum, das unter B im Fahrzeugschein steht, nicht die FIN.
Stelle 11 ist das Werk, die Stellen 12 bis 17 die laufende Nummer. Händler und Teilekataloge wie RealOEM finden ein Auto über die letzten sieben Zeichen allein. Die Kurz-FIN auf einer Werkstattrechnung muss also exakt zum Ende der langen Nummer passen.
| WMI | Bedeutung |
|---|---|
| WBA | Pkw der BMW AG: 1er bis 8er, Z4, dazu europäische X5 aus Spartanburg und 3er aus Mexiko |
| WBS | BMW M GmbH: M2 (ältere Generation), M3, M4, M5, M8 |
| WBX | In Deutschland vergebene BMW-SAVs, vor allem X1 und X2 |
| WBY | BMW i, Pkw: i3, i8, i4, i5, i7 |
| WB5 | BMW i, SAV: iX |
| 5UX | SAVs aus Spartanburg (USA): X3, X4, X5, X6, X7 |
| 5YM | M-SAVs aus Spartanburg: X3 M, X4 M, X5 M, X6 M, XM |
| 4US | BMW Manufacturing Co., Spartanburg: frühere in den USA gebaute Pkw |
| 5UM | M-Pkw mit US-WMI, gebaut in Spartanburg |
| 3MW | BMW SLP, Mexiko: 230i, M240i, 330i, 330e, M340i für die USA |
| 3MF | M-Modelle aus Mexiko: der aktuelle M2 |
Jeder Code steht in der vPIC-Liste der NHTSA für BMW und zusätzlich in BMWs eigenen Part-565-FIN-Meldungen oder einem unabhängigen WMI-Register. Die Werkscodes haben wir mit diesen Meldungen und mit 39 in Großbritannien zugelassenen BMW mit dokumentiertem Werk abgeglichen.
BMW-Fahrzeuge entstehen in Deutschland, den USA, Mexiko, Österreich, den Niederlanden und Südafrika – und der WMI folgt dem Werk nicht. Er verrät den Markt: Derselbe X5 codiert das Jahr in Europa anders als in Amerika.
BMW-Falle: WBA ist kein Made-in-Germany-Stempel
Viele Decoder lesen nur den WMI und melden Deutschland. Beim europäischen X5 liegen sie damit immer daneben: Er kommt aus Spartanburg und beginnt trotzdem mit WBA. Ein 320d von 2024 kann WBA tragen und an Stelle 11 eine 8 – San Luis Potosí. WBA plus W bedeutet einen Z4 aus Graz. Ist Ihnen die Herkunft wichtig, etwa beim Verkaufsgespräch oder für den Zoll beim Import? Dann zählt Stelle 11.
Auf dieser Seite wird eine falsche Prüfziffer bei jedem BMW rot, ob EU- oder US-Fahrzeug. BMW rechnet Stelle 9 bei allen FIN korrekt, ein Fehler deutet auf einen Tippfehler oder eine veränderte Nummer. Der Herkunftshinweis ist etwas anderes: Er zeigt nur, dass Werksland und WMI-Land auseinanderliegen.
Bei nordamerikanischen BMW folgt Stelle 10 dem 30-Jahres-Zyklus: S ist 2025, T ist 2026. Europäische BMW tragen dort eine 0, also keinen Jahrescode. Für diese Autos zählt allein die Erstzulassung laut Zulassungsbescheinigung Teil I, Feld B; das Jahresfeld des Decoders bleibt leer.
| Code | Modelljahr | Code | Modelljahr |
|---|---|---|---|
| A | 2010 | M | 2021 |
| B | 2011 | N | 2022 |
| C | 2012 | P | 2023 |
| D | 2013 | R | 2024 |
| E | 2014 | S | 2025 |
| F | 2015 | T | 2026 |
| G | 2016 | V | 2027 |
| H | 2017 | W | 2028 |
| J | 2018 | X | 2029 |
| K | 2019 | Y | 2030 |
| L | 2020 |
Nein. WBA ist der Pkw-Code der BMW AG, und BMW verwendet ihn für Autos aus mehreren Ländern. Europäische X5 aus Spartanburg, 320d aus San Luis Potosí und der Z4 aus Graz beginnen alle mit WBA. Das Werk steht an Stelle 11: 9, 0 oder L ist Spartanburg, 8 San Luis Potosí, W Graz.
WBA steht für Pkw der BMW AG, WBS für die BMW M GmbH (M3, M4, M5, M8), WBX für in Deutschland vergebene SAVs wie X1 und X2, WBY für BMW i und WB5 für den iX. 5UX umfasst die SAVs aus Spartanburg, 5YM deren M-Versionen. 3MW und 3MF gehören zum mexikanischen Werk – 2er, 3er und M2 für die USA.
Auf einem Schild, das durch eine untere Ecke der Windschutzscheibe lesbar ist, auf dem Aufkleber in der Fahrertür-Säule und eingeschlagen im Motorraum nahe einem Federbeindom. Im Fahrzeugschein, also der Zulassungsbescheinigung Teil I, steht sie in Feld E. Stimmen alle Stellen überein? Weicht eine ab, unterschreiben Sie nichts, bevor das geklärt ist.
Weil BMW sie überall berechnet. Jede europäische BMW-FIN in unserer Stichprobe – 39 in Großbritannien zugelassene Autos von 1999 bis 2024, EU-Auktionsfahrzeuge und E30 von 1988 – besteht die ISO-3779-Formel. Europäisches Recht verlangt das nicht, BMW macht es trotzdem. Eine BMW-FIN, die durchfällt, ist sehr wahrscheinlich vertippt oder manipuliert.
Stelle 10 ist bei europäischen BMW eine 0. BMW lässt das Jahr für diese Märkte weg, kein Decoder kann es also auslesen. Maßgeblich ist die Erstzulassung in Feld B. Holen Sie einen US-BMW nach Deutschland, ist der Jahrescode an Stelle 10 dagegen echt und sollte zum amerikanischen Title passen.
Sonderausstattung, Lack, Polster und Produktionsdatum stehen nicht in den 17 Zeichen. Die FIN legt nur Baureihe, Karosserie, Motor, Rückhaltesystem, Werk und laufende Nummer fest. Die Auftragsdaten hängen bei BMW an den letzten sieben Zeichen – deshalb fragen Werkstätten und Teilekataloge nur danach. Eine Kurz-FIN wie 9H18127 öffnet die passenden Teilebilder.