FIN-Decoder · Opel
Ein Astra, der heute in Rüsselsheim vom Band läuft, beginnt seine Fahrgestellnummer mit VXK – einem Kürzel, das beim KBA auf die Stellantis Auto SAS in Poissy eingetragen ist. Die ersten drei Zeichen einer Opel-FIN verraten also den Eigentümer, nicht das Werk: W0L für die GM-Jahre, W0V ab Modelljahr 2018, VXK und VXE für die Modelle auf französischen Plattformen. Der Decoder liest alle davon, dazu die Werksziffer an Stelle 11, die Zaragoza, Eisenach und Ellesmere Port über den Eigentümerwechsel hinweg behalten haben.
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In einer Opel-FIN kommen I, O und Q nicht vor. Das zweite Zeichen von W0L und W0V ist die Ziffer Null, kein O.
Stelle 1 bis 3 nennt die Firma, die die Nummer vergeben hat – nicht das Montageland. Im Herstellerverzeichnis des Kraftfahrt-Bundesamts steht W0L bei der Adam Opel GmbH und W0V bei der Opel Automobile GmbH, beide in Rüsselsheim. VXK führt dasselbe Verzeichnis unter der französischen Stellantis-Gesellschaft. Stelle 4 bis 8 beschreibt Baureihe, Karosserie und Motor. Danach folgen Modelljahr (Stelle 10), Werk (Stelle 11) und die sechsstellige Seriennummer.
Ein Vauxhall aus England trägt dieselben Kürzel wie der Opel vom deutschen Händler: Corsa, Astra und Insignia kommen aus derselben Entwicklung und denselben Werken. Sie haben einen Rechtslenker gefunden, der als Vauxhall angeboten wird? Hier lässt er sich genauso prüfen.
Am Kürzel lässt sich vor allem die Epoche ablesen. PSA übernahm Opel und Vauxhall zum 1. August 2017, seit dem 16. Januar 2021 gehört Opel zu Stellantis. Beginnt die FIN mit VXK, stammt das Modell aus der Zeit danach – Corsa F, Mokka der zweiten Generation oder Astra L.
| WMI | Bedeutung |
|---|---|
| W0L | Opel und Vauxhall der GM-Zeit bis Modelljahr 2017 – Fahrzeuge aus Rüsselsheim, Eisenach, Zaragoza, Gliwice, Ellesmere Port und der in Korea gebaute Mokka X |
| W0V | Opel Automobile GmbH ab Modelljahr 2018 – Astra K, Insignia B, Crossland, Grandland, Combo |
| VXK | Opel- und Vauxhall-Pkw auf Stellantis-Plattformen – Corsa F, Mokka (2. Generation), Astra L |
| VXE | Opel- und Vauxhall-Transporter auf Stellantis-Plattform – Vivaro |
| W04 | Von Opel für Nordamerika gebaute Buick – Regal aus Rüsselsheim, Cascada aus Gliwice |
W0L, W0V und W04 stehen im KBA-Herstellerverzeichnis und in der NHTSA-Datenbank vPIC; VXK und VXE wurden mit dem KBA-Verzeichnis, VIN-Nachschlagewerken und echten Opel- und Vauxhall-FINs abgeglichen. Die Werkscodes sind gegen vPIC-Decodierungen und die Produktionsorte der jeweiligen Modelle geprüft.
Opel-Fahrgestellnummern zerfallen in drei Gruppen, und die Grenze verläuft nach Konzernzugehörigkeit, nicht nach Ländern. Zu welcher gehört Ihr Auto?
Opel-Falle: WMI ist nicht gleich Werk
Ein Astra L mit VXK wird in Rüsselsheim gebaut, ein Corsa F mit VXK in Zaragoza, ein Astra Sports Tourer mit W0L in Ellesmere Port, ein Mokka X mit W0L und B an Stelle 11 in Südkorea. Keiner davon entstand dort, wohin das Kürzel zeigt. Maßgeblich ist Stelle 11 – der Decoder markiert es, sobald Werksland und WMI-Land auseinanderlaufen.
In Europa war die Prüfziffer für Opel nie Pflicht. Rechnet sie bei einer W0L-, W0V- oder VXK-FIN nicht, zeigt der Decoder Gelb. Grün heißt: Sie rechnet. Rot gibt es nur dort, wo sie vorgeschrieben ist – bei einer FIN für Nordamerika.
Stelle 10 enthält bei jeder Opel-Generation das Modelljahr, egal ob GM oder Stellantis. Der Zyklus wiederholt sich alle 30 Jahre und lässt I, O, Q, U und Z sowie die Null aus; ein R kann also 1994 oder 2024 bedeuten. Bei W0V, VXK und VXE scheidet die frühe Lesart aus, denn keines dieser Kürzel stand vor 2017 auf einem Opel. Bei W0L hilft nur der Blick in Feld B der Zulassungsbescheinigung Teil I, wo die Erstzulassung eingetragen ist.
| Code | Modelljahr | Code | Modelljahr |
|---|---|---|---|
| A | 2010 | M | 2021 |
| B | 2011 | N | 2022 |
| C | 2012 | P | 2023 |
| D | 2013 | R | 2024 |
| E | 2014 | S | 2025 |
| F | 2015 | T | 2026 |
| G | 2016 | V | 2027 |
| H | 2017 | W | 2028 |
| J | 2018 | X | 2029 |
| K | 2019 | Y | 2030 |
| L | 2020 |
W0L für Opel und Vauxhall der General-Motors-Zeit, W0V für von Opel gebaute Autos ab Modelljahr 2018, VXK für Pkw auf Stellantis-Plattformen wie Corsa F, Mokka und Astra L und VXE für den Vivaro. W04 kennzeichnet Buick, die Opel für Nordamerika gebaut hat. Das Vauxhall-Emblem ändert an keinem dieser Kürzel etwas.
Bei vielen Modellen ist sie ins Bodenblech vor dem rechten Vordersitz eingeschlagen, unter einer Klappe im Teppich – beim Corsa E etwa unter einer Schutzabdeckung. Das Typschild am Türrahmen wiederholt sie. Auf dem Fahrzeugschein, der Zulassungsbescheinigung Teil I, trägt Feld E dieselbe Nummer.
Weil keine europäische Vorschrift Opel zur Berechnung zwingt. Ältere W0L-Schemata wie Corsa D oder Zafira B fallen meist durch, ebenso VXK-Autos der Modelljahre 2020 bis 2023 mit einem Buchstaben an Stelle 9. Insignia, Astra K und Grandland bestehen in der Regel. Schauen Sie sich beim Händler einen Corsa F von 2022 an, ist ein K oder D an Stelle 9 normal; bei einem Insignia mit W0V lohnt sich bei Abweichung ein zweiter Blick aufs Typschild.
Nein. VXK ist zwar auf die französische Stellantis-Gesellschaft eingetragen, gebaut wird aber überall: Corsa F in Zaragoza (Werkscode 4), Mokka in Poissy (W), Astra L in Rüsselsheim (1). Das Werk steht an Stelle 11.
Nicht vollständig. Die 17 Zeichen liefern Baureihe, Karosserie, Motorgruppe, Modelljahr, Werk und Seriennummer. Lack, Ausstattungslinie und einzelne Extras liegen in Opels Produktionsdaten und stehen nicht in der FIN.