VIN-Decoder · Peugeot
Die Peugeot-FIN liest sich je nach Alter völlig anders. Ein 307 von 2006 endet auf eine achtstellige Seriennummer, ohne Jahr und ohne Werk. Ein 308 von 2020 (VF3LCYHZJLS…) nennt mit L das Jahr 2020 und mit S Sochaux. Und erst ab Modelljahr 2025 steht an Stelle 9 eine echte Prüfziffer. Aus welcher der drei Epochen stammt Ihr Wagen?
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In keiner Peugeot-FIN kommen I, O oder Q vor. Was auf dem Schild wie ein O aussieht, ist eine Null.
Beide Präfixe bedeuten Peugeot, Frankreich: VF3 gilt für jedes Werk und jede Epoche, VR3 für neuere Generationen ab Modelljahr 2019 (zuerst Rifter und 508 II, dann 208 II, 2008 II, 308 III, 408 und 3008/5008 III). Die Transporter Expert und Traveller trugen 2026 noch VF3. Die Stellen 4 bis 8 nennen Modell, Aufbau und Motorenfamilie: Ein 3008 III beginnt mit VR3KAHPY, ein 408 mit VR3FPHPY.
Stelle 9 hat ihre Bedeutung gewechselt. Bis Modelljahr 2023 ist sie ein freies Zeichen ohne Formel dahinter: Von 239 echten FINs der Modelljahre 2009 bis 2023 bestanden 10 die Formel nach ISO 3779, also so viele, wie der Zufall liefert, und 137 hatten dort einen Buchstaben. 2024 war es gemischt, 8 von 13 gingen auf. Ab 2025 ist es eine echte Prüfziffer: 69 von 75 FINs mit Jahrescode S oder T rechneten korrekt, bei VF3 wie VR3 und in sieben Werken. Die sechs Ausreißer hatten Schwestern mit gleichem Deskriptor, die bestanden; Tippfehler sind wahrscheinlich, aber nicht bewiesen. Eine Abweichung bleibt deshalb gelb.
Die Stellen 10 und 11 hängen vom Alter ab. Im Format ab 2009 ist Stelle 10 ein Jahrescode und Stelle 11 ein Werksbuchstabe, etwa S für Sochaux, Y für Mulhouse, J für Vigo oder T für Trnava. Davor sind beide schlicht Ziffern der Seriennummer. Der 107 behielt dieses alte Format bis 2011, der Boxer bis 2022.
| WMI | Bedeutung |
|---|---|
| VF3 | Automobiles Peugeot, Frankreich: jedes Werk, jede Epoche. Steht auch auf Peugeots, die andere Hersteller bauten, etwa dem 108 (Toyota, Kolín) sowie dem 4007 und 4008 (Mitsubishi, Japan) |
| VR3 | Peugeot unter Stellantis, Frankreich: neuere Generationen, ab Modelljahr 2019 belegt (Rifter, 508 II, 208 II, 2008 II, 308 III, 408, 3008 und 5008 III) |
Jeder Code ist doppelt belegt: in der KBA-Herstellerliste oder im NHTSA-Register vPIC, dazu durch echte FINs aus unabhängigen Anzeigen. VS8, der Code der spanischen Peugeot-Gesellschaft, fehlt bewusst: Wir fanden keinen aktuellen Peugeot mit diesem Code. Wagen aus Madrid und Vigo tragen VF3 oder VR3.
Der WMI sagt immer Frankreich, der Werksbuchstabe nicht. Autos aus Spanien, Portugal, der Slowakei, Tschechien, Österreich, Polen und Marokko tragen alle das französische Präfix. Sie schauen beim Händler einen gebrauchten 2008 II an? Steht an Stelle 11 ein J, kommt er aus Vigo, nicht aus Frankreich.
Alte Peugeot-FINs nennen kein Jahr, und Stelle 10 ist keins
Ein 407 von 2006 lautet VF36ERHRH21…. Wer die 2 an Stelle 10 als Jahrescode liest, kommt auf 2002. Ein Jahr ist das nicht: Bei jedem geprüften 407 standen an den Stellen 10 und 11 die Ziffern 21, bei jedem 207 33 oder 34. Der 307 endet auf …C84795114. Das Baujahr entnehmen Sie der Erstzulassung, Feld B der Zulassungsbescheinigung Teil I, nicht der FIN.
Grün: Die Prüfziffer geht auf. Gelb: Sie geht nicht auf. Bei einem Peugeot bis Modelljahr 2023 ist das der Normalfall, 2024 kommt es häufig vor. Ab 2025 lohnt bei einer Abweichung ein zweiter Blick auf die Zeichen, doch Rot zeigen wir nicht: Einige echte FINs fielen ohne erkennbaren Fehler durch.
Im Format ab 2009 ist Stelle 10 ein Jahrescode: L bedeutet 2020, S 2025, T 2026. In unserer Stichprobe lag er bei 227 von 229 datierten FINs höchstens ein Jahr neben dem Anzeigenjahr. Es ist ein Jahrescode, kein Produktionsdatum; das genaue Datum steht in der Zulassungsbescheinigung. Kaufen Sie ein Modell von vor 2009, etwa einen 207? Dann nennt die FIN gar kein Jahr, und die Erstzulassung in Feld B ist die erste Quelle.
| Code | Modelljahr | Code | Modelljahr |
|---|---|---|---|
| A | 2010 | M | 2021 |
| B | 2011 | N | 2022 |
| C | 2012 | P | 2023 |
| D | 2013 | R | 2024 |
| E | 2014 | S | 2025 |
| F | 2015 | T | 2026 |
| G | 2016 | V | 2027 |
| H | 2017 | W | 2028 |
| J | 2018 | X | 2029 |
| K | 2019 | Y | 2030 |
| L | 2020 |
Beide stehen für Peugeot, Frankreich. VF3 ist der langjährige Code, gültig für jedes Werk und auch 2026 noch auf Expert und Traveller. VR3 kennzeichnet neuere Generationen ab Modelljahr 2019: Rifter, 508 II, 208 II, 2008 II, 308 III, 408, 3008 und 5008 III.
Weil Peugeot bis Modelljahr 2023 keine berechnet hat: Nur 10 von 239 echten FINs gingen auf, so viele wie der Zufall liefert. Ab Modelljahr 2025 gibt es sie, 69 von 75 bestanden. Ein 308 von 2018 darf also durchfallen, bei einem 3008 von 2026 vergleichen Sie die Zeichen mit dem Schild.
Nein. Vor dem Format ab 2009 bilden die Stellen 10 bis 17 eine achtstellige Seriennummer, also gibt es weder Jahr noch Werksbuchstaben. Der 107 behielt dieses Format bis 2011, der Boxer bis 2022. Das Jahr entnehmen Sie dem Fahrzeugschein.
Auf einem Klebeschild oben auf dem Armaturenbrett, durch die Windschutzscheibe lesbar, und eingeschlagen in die Karosserie unter der Motorhaube. Auch das Herstellerschild im Türausschnitt nennt sie, neben der Typgenehmigungsnummer und den Gewichten. Die Zulassungsbescheinigung Teil I führt sie unter Feld E. Weichen die Stellen voneinander ab, kaufen Sie nicht.
Nein. Den 108 baute Toyota in Kolín, Tschechien, mit dem Werksbuchstaben R an Stelle 11; 4007 und 4008 baute Mitsubishi in Japan. Alle behalten das französische VF3. Der WMI nennt die Marke, nicht das Land der Fertigung.
Ausstattungslinie, Sonderausstattung, Lackfarbe und Wartungshistorie stehen nicht darin. Die Stellen 4 bis 8 nennen nur Modell, Aufbau und Motorenfamilie. Das Übrige steht in den Zulassungspapieren, im Serviceheft und im ursprünglichen Kaufvertrag.