VIN-Decoder · Škoda
Bei vielen VW-Konzernmodellen ist Stelle 9 nur ein Platzhalter. Bei Škoda nicht: Wir haben 115 echte FINs der Modelljahre 1998 bis 2026 nachgerechnet, 114 gehen nach ISO 3779 auf. Weicht die Prüfziffer ab, ist also ein Tippfehler, eine manipulierte oder eine erfundene Nummer die naheliegende Erklärung. Alles beginnt mit TMB, selbst der neueste Superb, den Volkswagen in Bratislava baut.
0 / 17
In keiner Škoda-FIN kommen I, O oder Q vor. Sieht ein Zeichen auf dem Schild hinter der Windschutzscheibe wie ein O aus, ist es eine Null.
TMB steht für Škoda Auto in Mladá Boleslav, Tschechien, und steht auf jedem europäischen Škoda vom Fabia bis zum Enyaq. Die Stellen 4 bis 6 sind echte Beschreibungsteile wie JG8, KB7 oder JH7, nicht der ZZZ-Platzhalter älterer VW-Konzernnummern. Ein Octavia I von 1998, den wir geprüft haben, TMBZZZ1U6W2…, trug noch ZZZ, und seine Prüfziffer stimmte trotzdem. Die Stellen 7 und 8 sind der Modellcode: 1U beim ersten Octavia, 1Z beim zweiten, NE beim dritten, NX beim vierten.
Verwechseln Sie ihn nicht mit der internen Typbezeichnung. Der Superb III heißt bei Škoda Typ 3V, seine FIN zeigt aber NP. Der Superb IV ist Typ 3Y und liest sich NZ. Kodiaq ist NS, Karoq NU, Enyaq NY, Kamiq NW. Wer nach der Typbezeichnung sucht, findet in der FIN nichts.
Stelle 9 nennt Škoda eine Sicherheitsziffer. Laut Škoda lässt sich damit prüfen, ob die FIN echt ist. Stelle 10 ist nach Škodas eigener Aussage das Modelljahr, nicht das Produktionsjahr: Ein als 2020er verkaufter Superb trägt ein M, das für 2021 steht, und Octavia aus 2024 und 2025 tragen R und S. Stelle 11 ist das Werk, und warum das mehr als ein Buchstabe pro Fabrik ist, steht in den nächsten Abschnitten.
| WMI | Bedeutung |
|---|---|
| TMB | Škoda Auto a.s., Mladá Boleslav, Tschechien: jeder europäische Škoda-Pkw (Fabia, Scala, Octavia, Superb, Kamiq, Karoq, Kodiaq, Enyaq, Elroq), auch der in Bratislava gebaute Superb IV |
TMB ist der einzige Code auf dieser Seite und doppelt belegt: durch ein Herstellerregister und durch eine unabhängige VIN-Referenz. Škoda-Fahrzeuge aus Indien, Russland, China oder der Ukraine tragen andere Präfixe; sie behandelt diese Seite nicht.
Ein Präfix, drei Geschichten. Ein gebrauchter Octavia bei mobile.de kann aus einem von zwei tschechischen Werken stammen, ein neuer Superb aus der Slowakei. Welches ist es bei Ihrem? Stelle 11 antwortet, nur nicht immer so, wie man erwartet.
Stelle 11 ist nicht ein Buchstabe pro Werk
Škoda verteilt jedes Werk auf eine Reihe von Zeichen und ergänzt für neue Modelle Buchstaben, eine kurze Tabelle zum Auswendiglernen gibt es also nicht. Dasselbe Zeichen kann im Lauf der Jahre auch etwas anderes bedeuten: Die 8 steht heute auf Kodiaq aus Kvasiny, aber auch auf Octavia von 2006. Der Decoder zeigt deshalb für die 8 kein Werk, statt zu raten. Und das Präfix TMB sagt nie, wo ein Auto montiert wurde: Ein neuer Superb trägt es und kommt aus Bratislava.
Grün heißt: Stelle 9 rechnet. Rot heißt, sie geht nicht auf, und bei einem Škoda ist das ernst zu nehmen: Alle bis auf eine der 115 geprüften echten FINs bestanden, und der eine Ausreißer stammte von einer britischen Webseite ohne erkennbares Kennzeichen. Bevor Sie Betrug vermuten, vergleichen Sie die Nummer Zeichen für Zeichen mit dem Schild an der Windschutzscheibe und der Zulassungsbescheinigung.
Lesen Sie Stelle 10 als Modelljahr, nicht als Baudatum. Ein als 2020er verkaufter Superb trägt ein M, den Buchstaben für 2021, weil Škoda in Modelljahren zählt. Sie kaufen einen jungen Octavia IV? Erwarten Sie R für 2024 oder S für 2025. Der 30-Jahres-Zyklus bereitet bei Škoda keine Sorgen, denn der Modellcode an den Stellen 7 und 8 trennt die Generationen. Für das echte Datum der Erstzulassung gilt Feld B der Zulassungsbescheinigung Teil I, nicht die FIN.
| Code | Modelljahr | Code | Modelljahr |
|---|---|---|---|
| A | 2010 | M | 2021 |
| B | 2011 | N | 2022 |
| C | 2012 | P | 2023 |
| D | 2013 | R | 2024 |
| E | 2014 | S | 2025 |
| F | 2015 | T | 2026 |
| G | 2016 | V | 2027 |
| H | 2017 | W | 2028 |
| J | 2018 | X | 2029 |
| K | 2019 | Y | 2030 |
| L | 2020 |
TMB steht für Škoda Auto a.s. in Mladá Boleslav, Tschechien, und ist das einzige Präfix auf europäischen Škoda-Pkw. Es deckt Fabia, Scala, Octavia, Superb, Kamiq, Karoq, Kodiaq, Enyaq und Elroq ab, auch einen in Bratislava gebauten Superb IV. Einen nordamerikanischen Code hat kein Škoda-Pkw.
Škoda nennt Stelle 9 eine Sicherheitsziffer, mit der sich die Echtheit der FIN prüfen lässt. Von 115 echten TMB-Nummern aus den Jahren 1998 bis 2026 rechneten 114 korrekt. Andere VW-Konzernmarken setzen bei Europa-Fahrzeugen dort ein Z, Škoda nicht. Ein Fehler bedeutet deshalb: Tippfehler, manipulierte oder erfundene Nummer.
Nach Škodas eigener Regel ist 0 bis 4 Mladá Boleslav und 5 bis 9 Kvasiny, in manchen Fällen kommen Buchstaben hinzu. Jeder Enyaq in unserer Stichprobe trägt F, ein Octavia IV aus 2024 oder 2025 Y und ein Fabia III Z, alles Mladá Boleslav. Bei einer 8 zeigen wir kein Werk, weil sie in verschiedenen Jahren Verschiedenes bedeutet hat.
Nicht unbedingt. Seit Dezember 2023 baut Volkswagen den Superb IV in Bratislava, Slowakei, die FIN beginnt aber weiter mit TMB. Das Präfix nennt den Hersteller, Škoda Auto in Tschechien, nicht die Fabrik. Schauen Sie lieber auf den Modellcode: NZ an den Stellen 7 und 8 steht für den Superb IV, NP für den Superb III.
Laut Škoda auf einem Schild, das von außen unter der Windschutzscheibe vorn links sichtbar ist, und eingeschlagen an einem festen Karosserieteil im Motorraum. Dazu trägt sie die Zulassungsbescheinigung Teil I im Feld E. Passen Schild und Papiere nicht zusammen, unterschreiben Sie keinen Kaufvertrag.
Die Ausstattung. Linie, Extras und Optionen stehen als dreistellige PR-Codes auf dem Fahrzeugdatenaufkleber, einem System des VW-Konzerns, nicht in den 17 Zeichen. Fragen Sie den Händler oder lesen Sie den Aufkleber. Auch ein Baudatum nennt die FIN nicht, nur das Modelljahr.