VIN-Decoder · Toyota
Ein J vorn steht für einen Toyota aus Japan, SB1 für einen Corolla aus Burnaston, NMT für einen C-HR aus Sakarya, VNK für einen Yaris aus Valenciennes. Dann kommt die Ausnahme: Ein Aygo aus Kolín beginnt mit JTD wie ein Japaner, verraten wird er erst durch Stelle 11. Und anders als die meisten europäischen Hersteller rechnet Toyota auch bei EU-Fahrzeugen eine echte Prüfziffer.
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In keiner Toyota-FIN kommen I, O oder Q vor. Sieht ein Zeichen auf dem Typenschild eines Auris wie ein O aus, ist es eine Null.
Wer die Nummer vergeben hat, zeigen bei Toyota die ersten drei Zeichen: JTD, JTM, JTE und JTN gehören der Toyota Motor Corporation in Japan, SB1 dem britischen Werk Burnaston, NMT dem türkischen Werk Sakarya, VNK der Toyota Motor Manufacturing France. Die Stellen 4 bis 8 beschreiben Modell und Karosserie. Ein Corolla Hybrid von 2021 aus Burnaston beginnt mit SB1K93BE, ein C-HR von 2019 aus Sakarya mit NMTKZ3BX.
An Stelle 9 trennt sich Toyota von den meisten europäischen Marken. Nach ISO 3779 ist die Prüfziffer nur in Nordamerika und China Pflicht. Toyota berechnet sie trotzdem auch bei europäischen, japanischen und südafrikanischen FINs. Wir haben 66 echte Nummern von SB1-, NMT-, VNK-, JTD-, JTM-, JTE- und AHT-Fahrzeugen aus europäischen Auktionen nachgerechnet: alle 66 stimmen. Nur das ältere Exportformat JT1 fällt heraus. Bei einer Celica von 2006 mit JT1-Nummer ist Stelle 9 gar keine Prüfziffer.
Die Stellen 10 bis 17 enthalten Modelljahr, Werk und Seriennummer, jedenfalls in Nordamerika. Ein für Europa gebauter Toyota trägt an Stelle 10 normalerweise eine 0. Das Baujahr steht dann gar nicht in der FIN. Stelle 11 ist der Werksbuchstabe: E für Burnaston, N für Kolín, J für Takaoka, D für das Werk Nagakusa von Toyota Industries.
| WMI | Bedeutung |
|---|---|
| JTD | Toyota Motor Corporation, Japan: Pkw. Steht auch auf dem in Kolín (Tschechien) gebauten Aygo |
| JTM | Toyota Motor Corporation, Japan: SUV wie der RAV4 |
| JTE | Toyota Motor Corporation, Japan: SUV und Vans, etwa Land Cruiser und frühe RAV4 |
| JTN | Toyota Motor Corporation, Japan: Pkw |
| JT1 | Toyota, Japan: älteres Exportformat, etwa Celica; Stelle 9 ist keine Prüfziffer |
| SB1 | Toyota Motor Manufacturing UK, Burnaston: Corolla, Auris, Avensis |
| NMT | Toyota Motor Manufacturing Turkey, Sakarya: C-HR |
| VNK | Toyota Motor Manufacturing France, Valenciennes: Yaris |
| AHT | Toyota South Africa Motors: Hilux-Pickups, wie sie auf dem europäischen Gebrauchtmarkt auftauchen |
| 4T1 | Toyota Motor Manufacturing Kentucky, Georgetown: Pkw wie der Camry |
| 5TD | Toyota Motor Manufacturing Indiana, Princeton: SUV und Vans wie der Highlander |
| 5TF | Toyota Motor Manufacturing Texas, San Antonio: Pickups wie der Tundra |
| 5YF | Toyota Motor Manufacturing Mississippi, Blue Springs: Corolla |
| 2T1 | Toyota Motor Manufacturing Canada: Pkw wie der Corolla aus Cambridge |
| 2T3 | Toyota Motor Manufacturing Canada: SUV wie der RAV4 aus Woodstock |
Jeder Code ist doppelt belegt: im NHTSA-Herstellerregister vPIC oder in der KBA-Herstellerliste, dazu in einer unabhängigen VIN-Referenz. Lexus-Präfixe wie JTH und JTJ fehlen bewusst; sie gehören auf eine Lexus-Seite.
Die eine europäische Toyota-FIN gibt es nicht. Was auf mobile.de oder beim Händler steht, kommt aus Japan, England, der Türkei, Frankreich, Tschechien oder Südafrika, und jeder Weg schreibt die Nummer etwas anders. Sie suchen einen Corolla Touring Sports? Alle, die wir geprüft haben, beginnen mit SB1, also Derbyshire statt Japan.
Direktimport aus Japan? Dann gibt es eine Rahmennummer
Ein in Japan neu verkaufter Toyota hat meist keine 17-stellige FIN. Er trägt eine Rahmennummer: Modellcode, Bindestrich, laufende Nummer, bei einem Supra etwa JZA80 und dahinter Ziffern. Dieses Format kann der Decoder nicht lesen. Manche Länder vergeben beim Import eine FIN; Australien etwa füllt die Rahmennummer zu einem 17-stelligen Code mit 6U9 oder 6ZZ auf.
Grün heißt: Stelle 9 rechnet. Rot gibt es nur bei einer nordamerikanischen FIN, die nicht aufgeht, denn dort ist die Prüfziffer vorgeschrieben. Außerhalb Nordamerikas erscheint ein Fehler gelb. Bei einer JT1-Celica ist das normal. Bei einem SB1-Corolla steckt fast immer ein Tippfehler dahinter, weil jede moderne europäische Toyota-FIN in unserem Test aufging.
Bei einem 4T1-Camry oder 5TD-Highlander ist Stelle 10 das Modelljahr. K bedeutet 2019, und Stelle 7 entscheidet zwischen 1989 und 2019. Bei einem für Europa gebauten Toyota steht dort meist eine 0: Alle Auris-, C-HR-, Yaris- und Aygo-Nummern in unserer Stichprobe tragen sie. Sie kaufen beim Händler in Deutschland? Dann verlassen Sie sich auf die Erstzulassung, eingetragen unter B in der Zulassungsbescheinigung Teil I, nicht auf die FIN.
| Code | Modelljahr | Code | Modelljahr |
|---|---|---|---|
| A | 2010 | M | 2021 |
| B | 2011 | N | 2022 |
| C | 2012 | P | 2023 |
| D | 2013 | R | 2024 |
| E | 2014 | S | 2025 |
| F | 2015 | T | 2026 |
| G | 2016 | V | 2027 |
| H | 2017 | W | 2028 |
| J | 2018 | X | 2029 |
| K | 2019 | Y | 2030 |
| L | 2020 |
JTD steht für die Toyota Motor Corporation in Japan und wird für Pkw verwendet; JTM und JTE sind ihre SUV-Codes. SB1 ist das britische Werk Burnaston, NMT das Werk Sakarya in der Türkei, VNK die Toyota Motor Manufacturing France in Valenciennes. 4T1, 5TD, 5TF und 5YF sind US-Werke, 2T1 und 2T3 kanadische.
Nein. Der Aygo lief in Kolín in Tschechien vom Band, trägt aber Toyotas japanischen Code JTD. Schauen Sie auf Stelle 11: Ein N steht für Kolín. Genau deshalb meldet der Decoder hier einen Widerspruch zwischen WMI-Land und Werk. Der Aygo X, gebaut ab 2022, hat an Stelle 11 dagegen eine 0; sein Werk lässt sich aus der FIN nicht ablesen.
Eine moderne schon. Alle 66 EU-Nummern von SB1-, NMT-, VNK-, JTD-, JTM-, JTE- und AHT-Fahrzeugen in unserem Test gingen auf. Fällt also ein Corolla aus Burnaston durch, vergleichen Sie die FIN Zeichen für Zeichen mit dem Schild hinter der Windschutzscheibe. Ältere JT1-Exportnummern sind anders gebaut: Sie haben keine Prüfziffer, eine Abweichung sagt nichts aus.
Durch die Windschutzscheibe, am unteren Rand auf der Fahrerseite; Toyota spricht von einer Aussparung unten in der Scheibe. Dieselbe Nummer steht auf dem Typenschild in der Fahrertür-Säule und im Fahrzeugschein unter Feld E der Zulassungsbescheinigung Teil I. Stimmen die drei nicht überein, lassen Sie die Finger vom Kauf.
Ausstattungslinie, Lackfarbe, Sonderausstattung und Wartungshistorie stehen nicht in den 17 Zeichen. Bei einem EU-Toyota fehlt auch das Modelljahr, weil Stelle 10 eine 0 ist. Dafür brauchen Sie die Zulassungsbescheinigung, das Serviceheft oder den ursprünglichen Kaufvertrag.